Verlagsrecht (Lizenzrecht)

Das Verlagsrecht ist dem Bereich des Urheberrechts zuzuordnen und im Verlagsgesetz geregelt. Berechtigter ist derjenige, der die Vervielfältigung und Verbreitung eines Literaturwerkes oder eines Werkes aus dem Bereich der Tonkunst vornehmen darf. Dieses Recht steht zunächst ausschließlich dem Urheber zu. Dieser kann jedoch das Recht zur Nutzung seines Urheberrechts im Rahmen eines Vertrages einem Verlag einräumen. Insbesondere hat dabei die gründliche Erstellung des Verlagsvertrages eine große Bedeutung, da die Regelungen des Verlagsgesetzes abdingbar sind. Dadurch ergeben sich große Gestaltungsspielräume, die es zu nutzen gilt. Insbesondere sind dabei z.B. bei einem Autorenvertrag der Katalog der Nutzungsrechte (immer wichtiger werden Verwertungsrechte im elektronischen Bereich, z.B. für Online-Portale, Einspeisung in Datenbanken, für E-Books, für mobile Geräte etc.) für zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bekannte als auch unbekannte Nutzungsmöglichkeiten und eine angemessene Honorierung dafür hervorzuheben. Dies gilt auch für Lizenzverträge, Herausgeberverträge etc.

Sofern bereits ein Verlagsvertrag existiert, gilt es oft durch eine frühzeitige Beratung, die Rechte und Ansprüche des Urhebers, des Verlages oder eines anderen Nutzungsberechtigten zu klären, eine für alle Beteiligte vertretbare und zunächst außergerichtliche Lösung zu erarbeiten, nötigenfalls aber auch die jeweiligen Ansprüche gerichtlich durchzusetzen.

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Hans-Jörn Bury

Rechtsanwalt
Wirtschaftsmediator

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