Wohnungseigentumsrecht

Als Wohnungseigentümer ist man zwar alleiniger Eigentümer der in der Teilungserklärung genannten Wohnung, jedoch gleichzeitig lediglich Miteigentümer der in der Teilungserklärung als gemeinschaftliches Eigentum bezeichneten Gebäudeteile bzw. des Grundstücks.

Als Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist man – in Grenzen – an die Beschlüsse dieser Gemeinschaft gebunden und muss oftmals gegen den eigenen Willen sich an Erhaltungs- oder Modernisierungskosten beteiligen, was häufig zu Auseinandersetzungen zwischen den Miteigentümern führt.

Erachtet man Beschlüsse der Wohnungseigentümergemeinschaft für fehlerhaft, können diese durch eine Klage für ungültig erklärt werden. Eine solche Klage muss jedoch innerhalb einer Frist von einem Monat nach dem jeweiligen Versammlungstermin bei Gericht eingehen.

Wir können Sie über die Erfolgsaussicht einer Anfechtung der Beschlüsse der Wohnungseigentümergemeinschaft beraten.

Häufig gibt es auch Probleme mit der Verwaltung, die möglicherweise Beschlüsse nicht zügig umsetzt oder sich weigert, eine außerordentliche Eigentümerversammlung einzuberufen.

Auch hier können wir Ihnen Hilfestellung geben, was in solchen Fällen zu tun ist und wie verfahren werden kann.
Falls der jeweilige Wohnungseigentümer die Wohnung nicht selbst bewohnt, sondern diese vermietet, besteht für ihn das Problem, dass er einerseits Verpflichtungen als Mitglied der Wohnungseigentümergemeinschaft zu erfüllen hat und andererseits der Mieter ihm gegenüber Rechte aus dem Mietverhältnis geltend machen kann. Häufig gibt es vor diesem Hintergrund Streitigkeiten im Zusammenhang mit Nebenkostenabrechnungen, weil der Eigentümer Zahlung auf die Abrechnung der Wohnungseigentümergemeinschaft leisten muss, andererseits nach der gesetzlichen Regelung nur einen Teil der in der Abrechnung auftauchenden Positionen auf den Mieter abwälzen kann.

Es macht somit Sinn, die Regelungen im Mietvertrag dahingehend anzupassen, dass wirklich alle Nebenkosten, die nach der gesetzlichen Regelung auf den Mieter abgewälzt werden können, auch entsprechend in dem Mietvertrag erwähnt werden. Alle abwälzbaren Mietnebenkosten, die im Mietvertrag nicht erwähnt werden, können nicht auf den Mieter umgelegt werden.

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Günther Wölfle

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht
Fachanwalt für Miet- u. Wohneigentumsrecht

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